Marktkommentar September 2019

Im September ist immer etwas los und so bleibt es auch dieses Jahr spannend. Es war zu erwarten, dass durch die verschiedenen Kapitalerhöhungen und Börsenlancierungen, der Markt etwas verwässert wird. Zudem standen noch verschiedenste  Zinsentscheidungen an, welche mit zum Teil sehr hohen Erwartungen verknüpft waren. Die Lockerung der Zinspolitik in den USA als auch in Europa, hat die SNB jedoch nicht beunruhigt und sie legt den Fokus weiterhin auf die Währungsentwicklung. Bei den Kapitalerhöhungen wurde nach wie vor sehr gut investiert. Die Nachfrage bleibt hoch, so haben sich durchschnittlich mehr als 75% der Investoren für einen weiteren Ausbau ihrer Positionen, durch die Ausübung ihrer bestehenden Anrechte, entschieden. Für die restlichen 25% der zur Verfügung stehenden Anrechte bestand jeweils mehr als genug Nachfrage, sodass die Investoren gar Kürzungen ihrer Zeichnungen in Kauf nehmen mussten. Die aktuell hohe Aktivität am Kapitalmarkt ist aber noch nicht abgeschlossen, weitere Corporate Actions werden im Oktober und November stattfinden. Bei den Jahresabschlüssen per Ende Juni werden den Investoren grundsätzlich weiterhin solide Ergebnisse präsentiert. Trotzdem, die Produkte müssen sich auf die Zukunft vorbereiten und die richtigen Schritte einleiten, um insbesondere auch den zunehmenden Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden. Beinahe täglich werden neue Anforderungen gestellt, sodass sich zahlreiche Finanzinstitutionen, Schritt für Schritt detailliertere Nachhaltigkeitsziele setzen. Wer hier den Zug verpasst, wird in Zukunft Schwierigkeiten haben. Dies scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Das letzte Quartal steht nun vor uns, die Erwartungen sind gross. Im September haben nun auch die Immobilienaktien etwas an Terrain eingebüsst, nachdem die Fonds bereits im August einen Teil der Gewinne wieder abgaben. Durch die nach wie vor hohen Jahresperformances der kotierten Immobilienfonds von durchschnittlich knapp 15% und den Aktien von über 25%, erwarten nicht wenige Investoren baldige Gewinnmitnahmen. Trotzdem trauen sich die meisten nicht, ihre bestehenden Positionen deutlich zu reduzieren. Dies könnte sich jedoch schnell ändern, sollte eine, wenn auch nur kurzfristige Gegenbewegung einmal einsetzen. Die anhaltend tiefen Zinsen, aber auch die Unsicherheiten im geopolitischen Umfeld, wirken noch immer unterstützend. Folglich kann davon ausgegangen werden, dass allfällige Rückschläge eher wieder für Käufe genutzt würden und somit der Immobiliensektor auch weiterhin attraktiv bleibt.

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