Wie gewohnt hat die ferienbedingte Sommerflaute Einzug gehalten. An den Börsen bedeutet das, noch weniger Umsatz bei etwa gleichbleibender Kursschwankungsbreite. Während sich die Kursgewinne und -verluste bei den Fonds abwechseln und vermeintlich eher zufällig je nach Lage der Börsenaufträge entstehen, hält der negative Trend bei den Immobilienaktien an. Während der SWIIT seit Mitte März etwa 2/3 der Verluste wieder aufgeholt hat, bewegt sich der REAL bereits wieder in der Nähe der Tiefstmarken. Im Vergleich zu den europäischen Immobilienaktien halten sich die Schwergewichte wie SPSN und PSPN jedoch verhältnismässig gut. Die allgemeine Stimmungslage und die Befürchtungen bezüglich der zu erwartenden Auswirkungen des COVID-19 hat sich etwas aufgehellt. In den ersten Halb- und Jahresergebnissen zeigt sich, dass die grösstenteils soliden Mieter den aktuellen Schaden bei Büroliegenschaften geringhalten, die Ungewissheit bleibt bei den Investoren jedoch nach wie vor spürbar. Der negative Effekt der ersten Welle könnte sich bei Immobilien erst später spürbar machen. Die Situation bleibt für Renditesuchende jedoch unverändert schwierig, wo soll die nach wie vor hohe Liquidität investiert werden? Wieso nicht in indirekte Immobilienanlagen, welche teilweise bis 3.8% Ausschüttungsrendite bieten, ist doch attraktiver als weiterhin in direkte Immobilien mit netto 2 bis 2.5% zu investieren? Sicher eine Überlegung wert. Die Frage nach dem wie weiter wird also auch die Immobilienindustrie noch eine Weile beschäftigen. Werden weitere Firmen dem Beispiel von Novartis folgen und ihren Mitarbeitern das Homeoffice anbieten? Wie wird sich das Verhalten der Konsumenten und Touristen in den nächsten Monaten oder sogar Jahren entwickeln? Zwischen den optimistischsten und negativsten Szenarien bleibt viel Raum für Ungewissheit und Spekulationen. Somit kann auch an den Börsen ab September wieder mit erhöhter Volatilität gerechnet werden. Die heisse Phase dürfte nach den Sommermonaten nicht zu Ende sein. Allein schon die anstehenden Kapitalmarktaktivitäten bei verschiedenen Fonds dürfte im Herbst für interessante Bewegungen sorgen.

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