Endlich darf man wieder hoffen, auf die Rückkehr in ein normaleres Leben. Ab Juni sollten Arbeitnehmende wieder vermehrt an den Arbeitsplatz zurückkehren. Dennoch, die Wiederaufnahme des Vorkrisen-Rhythmus braucht Zeit und es muss mit Folgeschäden gerechnet werden, so die Psychologen. Die aktuelle Situation bleibt angespannt, aber auch spannend. Neue Entwicklungen beeinflussen die Immobilienanlagen. Steigenden Rohstoffpreise und Verzögerungen bei den Lieferketten stören den gewohnten Kreislauf. Potenzielle Probleme insbesondere für Portfolios und Liegenschaften mit weiterhin grossem Investitionsbedarf? Bleibt die Teuerung nicht temporär und hält länger an, könnten die aktuellen Capex-Kalkulationen bei den Immobilienanlagen und bei institutionellen Portfolios nicht genügen. Obschon eine Teuerung per se, sofern unter Kontrolle (diverse Notenbanken denken schon über Zinserhöhungen im Sommer nach), keine Panik begründet, verursacht sie in erster Linie Mehrkosten. Was sich auch bereits in steigenden Kosten für Renovationen und Sanierungen widerspiegelt. Auf der Einnahmenseite wird es zudem schwieriger, kurzfristig höhere Mieten zu realisieren, schliesslich läuft die Bautätigkeit für Renditeliegenschaften weiter auf Hochtouren und sorgt so für anhaltend steigende Leerstände. Die Entwicklungen bei den Arbeitslosenzahlen und Migration bleiben indes die wichtigsten Faktoren für die Investoren. Infolge des gescheiterten Rahmenabkommens steigen die Nervosität und Unsicherheiten auch an der politischen Front. Der Privatkonsum in der Schweiz erfährt eine Renaissance, nach dem krisenbedingten Einbruch ist der Nachholbedarf deutlich spürbar. Entsprechende Entwicklungen beeinflussen die Anlegerstimmung und führen zu neuen Überlegungen. Während bei einigen kotierten Immobilienanlagen die Risiken weiter ansteigen, bewahren andere wiederum die Chance auf positive Impulse und weiter steigende, solide Ergebnisse. Die Cash-Positionen sind weiterhin ergiebig und Investoren bauen ihre Immobilien-Positionen mit Vorsicht weiter aus.

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