Marktkommentar Juli 2019

Die Immobilienindizes vermochten den durch die Notenbanken entfachten Schwung im Juli mitzunehmen. Im Vorfeld des EZB-Zinsentscheids und der ersten Zinssenkung des FED seit 2008, wurden erneut Höchststände markiert. Aber wie eine alte Börsenweisheit besagt, „buy the rumour – sell the fact“, wurden im Anschluss die ersten Gewinnmitnahmen getätigt. Erstaunlich für den Ferienmonat Juli sind die vergleichsweise hohen Umsätze, insbesondere bei den kotierten Immobilienfonds. Bei genauerer Betrachtung ist jedoch zu erkennen, dass der grösste Teil auf Indexschwergewichte wie UBS SIMA oder CS Living Plus fällt, also nicht auf breit abgestützte Käufe hindeutet. Zudem wurde ein Grossteil des Volumens in der Schlussauktion getätigt, was wiederum auf Aktivitäten von Indexprodukten hinweist. Die Stimmung bleibt insgesamt angespannt, da der anhaltende Druck von der Zinsfront den Immobilienmarkt weiter anheizen könnte. Jedoch ist an der Börse einiges bereits eingepreist und am direkten Markt sitzt den Managern und Investoren die Angst vor Leerständen im Nacken. Dennoch will, mangels Alternativen, auch niemand zu früh aussteigen oder devestieren und eine stärkere Abkühlung am Immobilienmarkt wird so schnell auch nicht erwartet. Auf der anderen Seite werden immer wieder neue Verkaufsmodelle und Investitionsvarianten erprobt, welche helfen sollen, das Geschäft der Entwickler und Promotoren aufrechtzuerhalten. Die kommenden Monate versprechen einiges an Spannung. Die angekündigten Kapitalmarkttransaktionen werden die Börsenkurse bewegen und eine der letzten Handlungen von Mario Draghi, wird die Bekanntgabe eines neuen Stimulierungsprogramms sein, was die SNB ebenfalls zu weiteren Schritten zwingen könnte. Bei den Immobilienaktien wurde die Dividende von BFW Liegenschaften ausbezahlt und weitere Verkäufe einzelner Liegenschaften sind bis Ende Jahr noch zu erwarten.02

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