Der letzte Börsenmonat hat die Entwicklung des ganzen Jahres bestätigt. Dies nicht nur mit dem Performance-Endspurt sondern auch bezüglich den Corporate-Aktivitäten. Mit einer kurzfristig angekündigten Kapitalerhöhung des Schroder Immoplus von CHF 185 Mio. und CHF 650 Mio. der Swiss Life Anlagestiftung wurde das Jahr mit einem ähnlichen Wachstum wie die letzten zwei Jahre abgeschlossen. Die Umsätze der kotierten Fonds erreichten mit CHF 8.5 Mrd. ein Plus von 30% und bei den kotierten Aktien mit CHF 10.7 Mrd. ein Plus von 36%. Trotzdem blieb die Liquidität wie erwartet niedrig. Die Immobilienanlagen verzeichnen somit das beste Jahr seit 1997. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass 2018 auch das schlechteste Jahr seit 1994 war. Zusammen ergibt sich dennoch eine anständige annualisierte 2-Jahres Performance der Immobilienfonds von 6.89%. Statistiken per Ende Jahr sind immer spannend, doch diese sollten nicht zu stark gewichtet werden, wichtiger sind die Annahmen und Überlegungen bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Die ersten Kapitaltransaktionen sind bereits in der Pipeline. Weitere Versicherungsgesellschaften positionieren sich um der Dominanz durch Swiss Life entgegenwirken zu können. Der positive Trend hält an, aber die Risiken steigen weiter. Zu viele Produkte zahlen Dividenden über ihren Verhältnissen und das operative Geschäft wird von grösseren Leerständen belastet. Trotzdem werden aufgrund der anhaltend hohen Liquidität neue Produkte lanciert. Die Marktverwässerung geht weiter, irgendwann werden die Investoren die Bremse ziehen. Der Markt braucht eine Konsolidierung und könnte sogar davon profitieren. Es ist also nur eine Frage der Zeit. Bis dahin suchen Investoren die besseren aber auch sichereren Werte für die Zukunft.

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